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Der letzte Gold - Gewerke am Hohen SonnblickIgnaz Rojacher: 23. April 1844 bis 4. Jänner 1891
Der letzte Knappe am Goldberg Rauris Ignaz Rojacher Ignaz
Rojacher 1844 als Sohn des Bergzimmermannes Iganz Rojacher im
Gaisbachtal geboren. 1856 Mit zwölfeinhalb Jahren kam er
bereits zum Bergbau. Am hohen Goldberg diente er als
„Truhenläufer“. Diese Truhen,
gefüllt mit schweren Erzen, rollten auf den
„Gestängen“, einer Art hölzernen,
später eisernen Geleisen, und mussten durch die oft mehrere
hundert Meter langen Stollen geschoben werden. Dieser
körperlich harten Arbeit war der junge Ignaz Rojacher nicht
gewachsen, und er machte eine Zimmermannslehre. Später kehrte
er als Zimmermann wieder zurück auf den Goldberg, und im Jahre
1870 übernahm er beim Kolm zu Saigurn die Stelle eines
provisorischer Waschhutmann umd Werkzimmermann. Da
er einen ebenso geschickten Umgang mit Material wie auch mit Personal
zu pflegen wusste, wurde er auserkoren, auf Staatskosten eine
Bergakademie in Mittelböhmen zu besuchen. 1876
wird er Pächter des Goldbergbaues. Am 24. Oktober 1880 kaufte
Rojacher den gesamten Bergbau, das bedeutete sämtliche
Werksanlagen und die montanistischen Rechte auf die Gruben.
Jährlich betrug die reine Ausbeute durchschnittlich
fünf Kilogramm Feingold und 21 Kilogramm Feinsilber. Er
errichtet eine elektrische Lichtanlage, in solcher Höhe (1600
m) eine der aller ersten in den Ostalpen. 1881 Bau einer Telefonanlage.
Ignaz Rojacher, nun nicht mehr Pächter, sondern
rechtmäßiger Besitzer, bescherte der Zeit einige
weitere bedeutende Innovationen wie den so genannten
„Bremsbergaufzug“, er forcierte das
Wirtsgeschäft, die Telefonverbindung und das Postwesen. Zudem
setzte er sich für das heute noch bestehende
Wetterobservatorium am Hohen Sonnblick ein. 1886 Bau der Wetterwarte
auf dem Sonnblickgipfel (3106 m). Auszeichnung durch den Kaiser mit dem
Verdienstkreuze mit der Krone. Die
Geschichte des Ignaz Rojacher und die Wetterwarte am Hohen
Sonnblick lesen sie hier 1885/86
reist er gemeinsam mit Wilhelm Ritter von Arlt, seinem Freund und
Berater, nach Falun in Schweden, zur Erlernung des Munkdellschen
Gold-Extraktionsverfahrens. Gleichzeitig kommen die beiden das erste
Mal mit Skiern in Berührung, die vor allem Arlt sofort
begeisterten. Ritter von Arlt hat dann bei ihrer Rückkehr
sogenannte "Schneebretter" mit nach Rauris genommen. Wilhelm Ritter von
Arlt lies zu Ehren Rojachers 1899 die Rojacherhütte erbauen. Das
Jahr 1888 wird sein Schicksalsjahr, und nach immer
größer werdenden Einbußen im Goldabbau
suchte sich Ignaz Rojacher nach einem Käufer um. Als er diesen
auch gefunden hatte, verstarb der tatkräftige wie eigenwillige
Pinzgauer am 4. Jänner 1891 im Alter von 47 Jahren in Rauris.
Der Letzte
Goldwäscher in Rauris Hans Schabauer Der
letzte Goldgräber und Gewerke Ignaz Rojacher ist nicht zu
verwechseln mit dem letzten Goldwäscher Hans Schabauer der in
Rauris/Bucheben zwischen 1949 und 1960 eine reguläre kleine
Goldwaschanlage errichtete, mit einem Förderschacht und
Förderturm, mit einem Wohn- und Manipulationsgebäude
den zugehörigen Hütten und Lagervorrichtungen. Reich
wurde Schabauer mit dem Goldwaschen nicht, aber er konnte so
einigermaßen davon leben. Der heutige Goldwäscher in Rauris Josef Haslinger Auch wenn Haslinger nicht mehr direkt vom Goldwaschen lebt, muss man doch sagen das er durch die Abhaltung der Goldwaschkurse und Lehrgänge, indirekt sein Einkommen stark mit dem Gold verbunden ist. Als ehemaliger Staatsmeister im Goldwaschen, Präsident des Goldwaschvereines Österreich (GVÖ) und Betreuer der vielen Goldsucher im Raurisertal ist sein Name untrennbar mit dem Rauriser Tauerngold verbunden. |
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